Auf der Suche nach der perfekten Overlock zogen einige Modelle bei mir ein und aus… Irgendwas störte mich immer – obwohl ich selbst meine Anforderungen gar nicht so extrem empfand.

Relativ schnell lernte ich bei meinen Tests, dass ein Kombigerät keinesfalls das richtige für mich sein kann. Das Umbauen geht zwar schnell, ist aber dennoch zeitaufwendig, wenn man so viel näht wie ich. Außerdem ist der breite Kombifuß suboptimal für das Overlocken von ganz kleiner Babykleidung.

Dann wollte ich gerne ein „leises“ Gerät (für Overlock Verhältnisse), da mein Nähplatz sich leider direkt vor der Kinderzimmertür befindet und eines, bei dem ich nicht bei der kleinsten Stoffdickenänderung stundenlang an der Fadenspannung rumprobieren muss.

Nachdem drei Overlocks bei uns ein- und wieder auszogen, kam ich auf die Idee in meinen facebook-Nähgruppen nach Empfehlungen zu fragen und konnte mir aus den zahlreichen Antworten rausfiltern, dass man mit Bernina wohl wenig falsch machen kann.

Ich entschied mich spontan für die Bernina 700D – die Testberichte lasen sich positiv und ich hatte keine Lust nochmal Unmassen von Geld auszugeben.

Und was soll ich sagen? Sie begeistert mich jeden Tag aufs Neue! 🙂 Und wollt ihr auch wissen warum? Es sind diese vielen Kleinigkeiten:

  1. Sie ist vergleichsweise leise
  2. Einmal gelernt, ist sie total einfach einzufädeln
  3. Mit den Standardeinstellungen (4-4-4-4) kann man fast alles overlocken und die Naht ist von außen kaum zu sehen
  4. Es passen auch riesige Konen (15.000m) nebeneinander auf die Maschine
  5. Das Stichbild ist total gleichmäßig
  6. Der Nähfuß lässt sich auch im gesenkten Zustand so anheben, dass man einfach Stoff drunter schieben kann, aber da sie ab der Spitze des Fußes transportiert, ist selbst das nur selten nötig (siehe Video)
  7. Sie transportiert wirklich ab der Spitze des Nähfußes gleichmäßig… man muss den Stoff also nicht kompliziert bis mittig unter den Fuß bugsieren.
  8. Der Standard-Nähfuß ist schön schmal und nicht zu lang – so kann man den Stoff so legen, dass man auch problemlos engere (50er Bodies usw) Rundungen overlocken kann.
  9. Sie meistert auch Nahtkreuzungen problemlos und ohne jegliche Aussetzer.

Das einzige, was ich ein bissel doof geregelt finde, ist die Einstellung der Stichlänge. Dafür muss man extra die Klappe am Gerät öffnen, einen Knopf lose drehen, die gewünschte Stichlänge wählen und den Knopf dann wieder festdrehen. Das eins höhere Modell – die Bernina 800DL – hat hier einfach einen Drehregler außen am Gehäuse. Wer also oft die Stichlänge wechselt, sollte sich dieses Gerät, welches auch über eine Einfädelhilfe verfügt, genauer anschauen. Für mich ist die 700D aber absolut ausreichend.

Die Klappe, die man zum Einstellen der Stichlänge öffnen muss, erleichtert einem aber zudem das Einfädeln der Untergreifers. Da die kryptischen Bilder im Gerät mir zu Einfädeln nicht reichen würden und man die Bedienungsanleitung ja selten direkt zur Hand hat, hier kurz die Einfädelwege von den Greifern als Galerie für euch!

Und nun noch ein kurzes Video zur Demonstration des tollen Transporteurs (ich muss nur selten das Füßchen anheben), der Lautstärke und des schönen Stichbilds.

Ich kann die Bernina 700D nach einem halben Jahr Nutzung weiterhin uneingeschränkt empfehlen! Ich würde sie mir immer wieder kaufen!

Wenn Du Interesse an der Bernina 700D hast, frag doch mal bei der Nähwelt Flach nach – die haben oft super Angebote (wie reduzierte Messemodelle) und sind der Händler meines Vertrauen! 🙂

Standardmäßig findest Du das Gerät hier: Bernina 700D 


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