Günstige und empfehlenswerte Mei Tai Variante
UnbenanntWie bereits in meiner letzten Rezension erwähnt, bin ich derzeit, aufgrund meiner kleinen Tragemaus, die Ablegen als Zumutung empfindet, auf der Suche nach der perfekten Trage für uns beide. Meine Anforderungen an diese sind, dass sie die Weichheit eines Tragetuchs hat, aber weniger aufwändig beim Binden ist. Außerdem möchte ich weniger Lagen auf der Haut haben, da die Temperaturen ja langsam steigen und es mit Tragetuch jetzt schon gut warm ist. Bei meiner Online-Recherche entdeckte ich dann die verschiedenen Mei Tai Varianten, die das alles erfüllen sollten. Natürlich gibt es hier aber qualitative Unterschiede, weshalb ich erstmal zu den mir bekannten Marken Hoppediz und Didymos, bei denen ich ein Mindestmaß an Qualität erwarten kann, tendierte.

Zuerst entschied ich mich für die DidyTai von Didymos, welche mich aber schon nach zwei Tagen nicht mehr überzeugte (siehe Testbericht). Daraufhin bestellte ich mir kurzentschlossen eine Hop Tye bei Amazon.

Leider werde ich mich bei dieser Rezension häufig wiederholen, da die Modelle ähnlich aufgebaut sind (meines Wissens nennt sich diese Art WrapConversion). Aber wie so oft, steckt der Teufel im Detail… 😉 Weshalb mein Fazit auch sehr unterschiedlich ausfällt.
UnbenanntDer Hop Tye ist aus sehr weichem Tragetuchstoff gefertigt. Der Teil, in dem das Kind sitzt, ist doppellagig, die Bänder sind aus einer Tuchlage. Der Hüftgurt ist gepolstert – dadurch verliert er beim Binden nicht so die Form und schneidet deshalb (bei mir zumindest) auch nicht ein. Im Pobereich des Sitzteils befindet sich eine Kordel mit der man die Breite der Sitzfläche anpassen kann, um eine korrekte Anhock-Spreizhaltung in jedem Alter zu ermöglichen – ca. 20 bis ca. 40cm sind möglich. Meine Tochter benötigt mit 8 Wochen (Größe 56/62) die geringste Breite.

Die Träger des Hop Tyes, welche gerafft an das Sitzteil genäht sind, werden über die Schultern aufgefächert und dann als recht breite Tuchbahn auf dem Rücken gekreuzt. Vorne kreuzen sie sich dann wieder, ich binde sie dort auch noch breit (da bequemer), um dann auf dem Rücken verknotet zu werden. Alternativ kann man sie aber auch nochmal nach vorne führen und dort binden (sie sind wirklich lang! ;-)). Durch die Auffächerung über die Schulter und die breite Tuchbahn auf dem Rücken wird das Gewicht des Kindes super verteilt!

Das Rückenteil ist seitlich mit Gummizug, dadurch schließt der Hop Tye dort recht schön ab und die Kanten, auf denen die Kniekehlen des Kindes liegen, sind flexibel und das Bein wird deshalb nicht so durch die Tuchkante gequetscht.

Da der Rückenteil allerdings größentechnisch nicht verstellbar und relativ lang ist, ist die Trage meiner achtwöchigen Tochter noch zu groß. Sie reicht bei Ihrer Größe gerade mal mit ihrem Ohr an die Nackenverstärkung. Wenn man den Hop Tye dann, wie empfohlen, fest bindet, drückt diese auf Ohrhöhe zu stark auf den Kopf. Die Trage ist deshalb meines Erachtens eher für etwas größere Kinder (evtl Größe 62/68!?) geeignet.

Den Nackenbereich kann man durch Kordelzug an das Kind anpassen – enger oder weiter (bringt bei uns nur noch nix ;-)).

Fazit
Der Hop Tye ist sein Geld (ca. 75€) wert! Er bietet für einen vergleichsweise geringen Preis eine Menge. Hier die Vor und Nachteile in Kurzform:

Er ist aus super weichem Tragetuchstoff gefertigt. Die Polsterung des Hüftgurts sorgt dafür, dass er auch beim Binden Form behält und nicht einschneidet. Die gefächerten Träger verteilen das Kindsgewicht gut. Der seitliche Gummizug des Rückenteils flexibilisiert die Tuchkante, über die das Bein des Kindes hängt. Gemeinsam mit dem weichem Stoff wird der Druck an dieser Stelle so minimiert. Das einzig Negative ist, dass der Rückenteil leider nicht in der Größe verstellbar ist – ich schätze, dass er deshalb erst ab Größe 62/68 richtig passen wird.

Categories: AllgemeinTragen

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